Im Haus St. Elisabeth des Gemeinschaftskrankenhauses Bonn können Patientinnen und Patienten ab sofort von einer besonders modernen Operationsmethode profitieren: der robotischen Chirurgie mit dem Da Vinci-Operationssystem.
Was bedeutet das?
Robotische Operationen gehören zu den minimal-invasiven Verfahren. Das heißt: Statt eines großen Bauchschnitts werden nur kleine Zugänge benötigt. Dies bringt viele Vorteile mit sich – für Patientinnen und Patienten ebenso wie für das OP-Team:
- Sehr präzise und zitterfreie Bewegungen durch das robotergestützte System
- Optimale Sicht: Der Operateur sieht das Operationsgebiet in 3D-HD und bis zu zehnfacher Vergrößerung
- Behandlung schwer zugänglicher Bereiche mit höchster Genauigkeit
- Kleinere Schnitte, dadurch weniger Blutverlust und geringere Infektionsgefahr
- Schnellere Genesung und kürzerer Krankenhausaufenthalt
Wie funktioniert das System?
Das Da Vinci-System besteht aus drei Komponenten:
- Videosystem: Liefert hochauflösende 3D-Bilder, die dem gesamten OP-Team zur Verfügung stehen.
- Patientenwagen: Hier sind die Kamera und die feinen Instrumente befestigt, die während der Operation eingesetzt werden.
- Arztkonsole: An dieser Steuerungseinheit bedient der Operateur die Instrumente – jede Handbewegung wird millimetergenau und zitterfrei übertragen.
Die Instrumente sind mit speziellen Gelenken ausgestattet und bieten dadurch eine Beweglichkeit, die der menschlichen Hand sogar überlegen ist.
Einsatzmöglichkeiten:
Robotische Operationen kommen im Gemeinschaftskrankenhaus in verschiedenen Fachbereichen zum Einsatz:
Allgemein- und Viszeralchirurgie:
- Dick- und Enddarm
- Bauchspeicheldrüse
- Magen
- Refluxkrankheit (Sodbrennen)
- Bauchwandbrüche
Gynäkologie:
- Endometriose
- Operationen an der Gebärmutter
- Beckenbodenchirurgie (z. B. Gebärmutter- oder Scheidensenkung)
- Entfernung von Lymphknoten
Wann der Einsatz des Roboters für die geplante Operation sinnvoll ist, entscheiden die Ärzt:innen und Patient:innen gemeinsam.




