


Sprechstunde nach Vereinbarung!
Adresse:
Haus St. Elisabeth
Prinz-Albert-Str. 40
53113 Bonn
Tel.: 0228 508-1221
Fax: 0228 508-1222
Mail: geriatrie@gk-bonn.de


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank, dass Sie Ihre Patientin bzw. Ihren Patienten zur Behandlung in unserer geriatrischen Abteilung überweisen möchten.
Einweisung
Die Einweisung in die Akutmedizin erfolgt durch den Hausarzt mit dem üblichen Einweisungsschein über die Notaufnahme.
Bitte geben Sie auf dem Einweisungsformular ausdrücklich die Abteilung Geriatrie als Ziel an.
Kontakt
Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung:
Behandlungsauftrag der Geriatrie
Unsere geriatrische Abteilung verfügt über zwei unterschiedliche Behandlungsaufträge.
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Informationen zu unserem medizinischen Leistungsspektrum und den Therapieschwerpunkten.
Teilstationäre Therapie
Tagesklinik
Entlassungsmanagement:
Für Informationen über einzelne Patienten nehmen Sie bitte Kontakt mit der Zentrale auf, diese wird Sie zum entsprechenden Ansprechpartner der jeweiligen Fachabteilung weiterleiten.
Tel: 0228 508 0
Über den Link-Button „Online-Terminvereinbarung“ gelangen Sie direkt zu unserem Patientenportal. Dort können Sie Ihren Termin einfach und sicher online buchen. Weitere Hinweise zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
In der Akutgeriatrie behandeln wir ältere Patientinnen und Patienten mit plötzlich auftretenden oder sich verschlechternden Erkrankungen. Häufig bestehen mehrere Erkrankungen gleichzeitig (Multimorbidität). Das erfordert eine besonders sorgfältige und ganzheitliche medizinische Betreuung.
Die Behandlung erfolgt durch Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin mit spezieller Qualifikation in der Altersmedizin. Dabei nutzen wir das gesamte diagnostische und therapeutische Angebot des Gemeinschaftskrankenhauses.
Unser Behandlungsziel ist nicht immer die vollständige Heilung – denn diese ist im höheren Lebensalter medizinisch nicht immer möglich. Erfolg bedeutet für uns, eine bestmögliche Stabilisierung zu erreichen, Beschwerden zu lindern und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten so weit wie möglich zu erhalten.
Deshalb arbeiten wir interdisziplinär und fachübergreifend. Unser multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Pflege, Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Psychologie, Sozialdienst und Case-Management begleitet die Patientinnen und Patienten ganzheitlich. Dabei ist es uns wichtig, die Eigenverantwortung und die vorhandenen Ressourcen zu stärken.
In der Alterstraumatologie – einem speziellen orthopädisch-geriatrischen Behandlungskonzept – sowie in allen anderen Bereichen arbeiten wir eng mit den Fachabteilungen unseres Hauses zusammen.

In unserer Abteilung diagnostizieren und behandeln wir ein breites Spektrum altersmedizinischer Erkrankungen. Häufig liegen akute Beschwerden vor, die mit bestehenden chronischen Erkrankungen zusammenkommen. Das erfordert eine ganzheitliche und individuell abgestimmte Behandlung.
Zu den häufigen Krankheitsbildern gehören unter anderem:
Erkrankungen der inneren Organe
– Infektionen
– Herz- und Nierenschwäche
– Bluthochdruck
– Folgen von Diabetes
– Akute und chronische Atemwegserkrankungen
Erkrankungen des Nervensystems
– Weiterbehandlung nach Aufenthalt auf einer Stroke Unit (z. B. nach Schlaganfall)
– Neurologische oder neurochirurgische Erkrankungen
– Folgen der Parkinson-Erkrankung
Erkrankungen des Bewegungsapparates
– Alterstraumatologie
– Chronische Wirbelsäulenerkrankungen
– Arthrose
– Osteoporose
Schmerzerkrankungen
– Akute und chronische Schmerzsyndrome
Schluckstörungen
– Abklärung und Behandlung, z. B. durch eine endoskopische Schluckuntersuchung (FEES)
Die Erkrankung, die zu einem Krankenhausaufenthalt führt, ist bei älteren Menschen häufig mit sogenannten geriatrischen Syndromen verbunden. Das gleichzeitige Auftreten akuter und chronischer Beschwerden kann zu komplexen Krankheitsverläufen führen.
Zu diesen geriatrischen Syndromen zählen unter anderem:
– Gebrechlichkeit (Frailty) und Muskelschwäche (Sarkopenie)
– Mangel- oder Fehlernährung
– Depressionen oder Angstzustände
– Chronische Schmerzen
– Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen
– Harn- oder Stuhlinkontinenz
– Druckgeschwüre (Dekubitus)
Wichtig ist uns:
Geriatrie ist keine „Demenzabteilung“. Älterwerden hat viele Gesichter und bedeutet nicht zwangsläufig den Verlust geistiger Fähigkeiten.
Im höheren Lebensalter können Stürze oder Knochenbrüche erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit, Mobilität und Selbstständigkeit haben. Deshalb ist neben der Behandlung der Verletzung auch die Berücksichtigung bestehender Erkrankungen besonders wichtig.
In unserem AltersTraumaZentrum erfolgt die Behandlung fachübergreifend und individuell abgestimmt.
Unsere Behandlung geht über die reine Therapie einer akuten Erkrankung hinaus.
Wir betrachten den Menschen in seiner Gesamtheit und berücksichtigen dabei medizinische, funktionelle und soziale Aspekte.
Dabei achten wir besonders auf:
Grundlage unserer Arbeit ist eine umfassende Beurteilung des körperlichen, geistigen und seelischen Zustands.
Hierzu nutzen wir das geriatrische Assessment, ein strukturiertes Verfahren zur ganzheitlichen Einschätzung von Mobilität, Selbstständigkeit, Kognition und Alltagsfähigkeit.
Geriatrische Pflege bedeutet mehr als Grundversorgung.
Unser pflegerischer Ansatz ist aktivierend und therapeutisch ausgerichtet. Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und verloren geglaubte Ressourcen möglichst wieder zu stärken.
Dabei verstehen wir Pflege als Hilfe zur Selbsthilfe. Unsere Pflegefachkräfte begleiten, motivieren und unterstützen – immer mit dem Ziel, die Selbstständigkeit zu fördern.
Schwerpunkte der aktivierend-therapeutischen Pflege:
Unsere Fachpflegekräfte verstehen sich dabei als verlässliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die Patientinnen und Patienten ermutigen, aktiv am eigenen Heilungsprozess mitzuwirken.
Bewegung ist ein zentraler Bestandteil der Genesung.
Die Physiotherapie unterstützt dabei, Mobilität, Kraft und Ausdauer gezielt zu fördern und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten oder wiederzuerlangen.
In der geriatrischen Akutbehandlung geht die Physiotherapie über klassische Übungen hinaus. Sie verbindet medizinische Behandlung mit alltagsnaher Mobilisation und orientiert sich an den individuellen Fähigkeiten der Patientinnen und Patienten.
Schwerpunkte der physiotherapeutischen Behandlung:
Unser Ziel ist es, Bewegungsabläufe so zu trainieren, dass sie im täglichen Leben direkt umsetzbar sind – verständlich, sinnvoll und nachhaltig.
Selbstständig handeln zu können bedeutet Lebensqualität.
Die Ergotherapie unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, trotz krankheitsbedingter Einschränkungen möglichst eigenständig im Alltag zu bleiben.
Im Mittelpunkt steht die Förderung individueller Fähigkeiten und die Entwicklung alltagspraktischer Strategien. Gemeinsam werden Lösungen erarbeitet, die im persönlichen Lebensumfeld sinnvoll und umsetzbar sind.
Schwerpunkte der ergotherapeutischen Behandlung:
Ziel ist es, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten, verlorene Funktionen möglichst wiederzugewinnen und die Handlungsfähigkeit im Alltag nachhaltig zu sichern.
Kommunikation und sicheres Schlucken sind wichtige Grundlagen für Lebensqualität und Selbstständigkeit.
Die Logopädie behandelt Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen, die häufig infolge neurologischer oder internistischer Erkrankungen auftreten.
Ziel ist es, die Verständigung im Alltag zu verbessern und eine sichere Nahrungsaufnahme zu ermöglichen.
Schwerpunkte der logopädischen Behandlung:
Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten zu unterstützen, wieder möglichst sicher zu sprechen, zu essen und am sozialen Leben teilzunehmen.
Eine akute Erkrankung bedeutet oft auch eine seelische Belastung.
Die psychologische Begleitung unterstützt Patientinnen und Patienten dabei, mit neuen Diagnosen, körperlichen Veränderungen oder persönlichen Umbrüchen umzugehen.
Sie verbindet Krisenhilfe mit stabilisierender Begleitung und stärkt die inneren Ressourcen im Genesungsprozess.
Schwerpunkte der psychologischen Unterstützung:
Ziel ist es, die psychische Widerstandskraft zu stärken und damit die Grundlage für eine ganzheitliche Genesung zu schaffen.
Ihr Aufenthalt
Ein Krankenhausaufenthalt wirft viele organisatorische Fragen auf.
Wir begleiten Sie medizinisch und unterstützen Sie bei der Planung der Zeit danach.
Aufenthaltsdauer
Die Dauer Ihres Aufenthalts richtet sich ausschließlich nach medizinischen Kriterien.
Krankenkassen prüfen die Notwendigkeit der stationären Behandlung regelmäßig.
Rehabilitation
Ist eine Reha sinnvoll, beantragt unser Sozialdienst diese bei Ihrer Krankenkasse.
Wichtig:
Entlassung & Weiterversorgung
Entlassungen erfolgen in der Regel werktags.
Sie erhalten einen Arztbrief mit allen wichtigen Informationen.
Unser Case Management und der Sozialdienst unterstützen Sie bei:
Terminvereinbarung und organisatorische Fragen
Telefon: 0228 508-1221
Unterstützung bei der Organisation der Weiterversorgung
Telefon 0228 508-1411
Beratung zu Reha, Pflege und weiterführender Versorgung
0228 508-1435